Zum ersten Mal in Lyon

Lyon,

Letzten Montag habe ich wieder angefangen zu reisen. Ich bin in den Zug nach Lyon eingestiegen: erster Stopp einer 4-wöchigen Reiseroute, die mich bis nach Süditalien bringen soll. Warum Süditalien? Ich werde später darauf kommen. Nun mehr als das Ziel zählt der Weg. Und dieses Mal fliege ich nicht sondern reise auf dem Landweg. Und auf meinem Weg von Paris nach Italien habe ich ganz natürlich entschlossen, einen kleinen Aufenthalt in Lyon zu machen. Lyon, der die ehemaligen Hauptstadt Galliens, und die Stadt der Brüder Lumière, Antoine de Saint Exupéry, der Marionette Guignol und des Chefkochs Paul Bocuse ist.


Meine Ankunft „en rose“

Ich brauchte nur 1,5 Stunden mit dem OUIGO (der Low-Cost TGV), um von Paris-Disneyland nach Lyon-Part-Dieu Bhf zu fahren. In Lyon bin ich dann für eine komplette Woche in der Nähe des Viertels Monplaisir-Lumière eingezogen. Kaum hatte ich ausgepackt, dass ich zu alten Freunden zum Abendessen gegangen bin. Die Beide sind Eltern geworden, seitdem ich sie zum letzten Mal gesehen hatte. Ich habe ein sehr schönen Abend verbracht, in dem ich ihren kleinen Prinzen kennengelernt habe (in Lyon, Stadt von Saint Exupery, musste ich irgenwo diese Referenz nutzen ;-)). Und am Ende des Essens dürfte ich etwas ganz feines probieren, das später eins meiner Lyoner Favoriten würde: Die rosa Praline aus Lyon, eine einfache Mandel, die mit gekochtem Zucker überzogen und pink gefärbt ist. Die Praline schmeckt sehr fein. Beim Abendessen dürfte ich einen Stück Pralinen-Kuchen probieren. Später in der Woche habe ich die gleiche „Praline Rose“ in Törtchen, Brioches und Desserts aller Art probiert. Mit Rosa hätte mein Aufenthalt in Lyon nicht besser starten können.


Meine anderen Lyoner Favoriten

Montag war für mich noch Alles neu in Lyon. Ich war ja da zum ersten Mal. Um die Stadt zu besichtigen, habe ich mich von meinen Freunden beraten lassen und mir bei der Tourist-Info eine Karte geholt. Was ich sagen muss ist, dass in Lyon die kostenlose Karte wirklich gut gemacht ist, weil sie nicht nur die Monumente und Museen anzeigt, sondern makiert auch die großen bemalten Fassaden der Stadt. Könnte mir nicht besser gefallen. Mit dieser Karte bin ich also durch die Straßen von Lyon gelaufen, wo mein Geschmack und meine Neugier beschlossen haben, mich zu führen. Und hier teile ich mit, was mir nach den Pralinen während meines Aufenthalts in Lyon am besten gefallen hat.

„Place des Terreaux“ und der Bartholdi-Brunnen

Place des Terreaux ist eigentlich der Rathaus-Platz. Er liegt auf Lyon-Halbinsel am Anfang des Hügels Croix-Rousse. Er ist viel kleiner als der weiter südlich gelegene Place Bellecour. Vielleicht deswegen mag ich ihn viel mehr. Auf jeden Fall ein sehr schöner Platz.

Das alte Lyon und der Fourvière Hügel

Am Rand der Saône, westlich der Lyon-Halbinsel, liegt das alte Lyon mit seinen kleinen Gassen, der Kathedrale Saint Jean, dem Hügel Fourvière mit der Basilika Notre Dame und den antiken römischen Theatern von Lugdunum.

Die „quais de Saône“

Zwischen der Lyon-Halbinsel und dem alten Lyon liegt die Saône. Ich habe Flüße in Städten immer geliebt. Auf der Saône-Seite hat es mir sehr gut gefallen.

Die Brasserie Georges

Um ehrlich zu sein, bin ich die Brasserie Georges gegangen, nur weil ich sie in den Nachrichten kurz vor Silvester gesehen habe. Dieser Ort ist eine Institution. An den Wänden steht sogar: „Gutes Bier und gutes Essen seit 1836“. Das Zimmer ist riesig und der Slogan stimmt. Da ißt man gut und das Bier schmeckt (für das Bier ist es aber französicher Preis: über 5 € für 40cl aber es lohnt sich zu probieren). Zusätzlich, hat das Restaurant eine kleine grüne Drehorgel. Wenn jemand Geburtstag hat und das Dessert kommt, dreht ein Kellner die Kurbel und man hört die Melodie von „Zum Geburtstag viel Glück“. Samstag gab es sogar mindestens 3 Geburtstagskinder! 🙂

Monplaisir Viertel und die Lumière Institut

Ganz nah an meinem Aufenthaltsort haben die Brüder Lumière (Louis und Auguste) Ende des XIX Jahrhunderts den Kinematographen erfunden (und vieles andere im Bereich Fotografie und Medizin). Das Monplaisir-Lumière Viertel ist jetzt mit ihrem Namen verbunden. Es ist ziemlich angenehm mit vielen Handwerker-Laden und einem kleinen Markt am Samstag. Da gibt das Lumière-Institut und die Straße des ersten Films. Im Institut befindet sich ein Museum in der Villa Lumière (Haus des Vaters der berühmten Erfinder), einen Minipark und ein Kino, in dem Filmretrospektive und sogar Stummfilme gezeigt werden. Gegenüber gibt es auch ein Café und eine Buchhandlung, die sich ganz der Welt des Kinos und der Fotografie widmet.

Also für diejenigen, die Kino und Fotografie lieben, kann ich nur empfehlen, ein Mal in die Institut zu gehen: http://www.institut-lumiere.org/ (dort kann man sogar die ersten Kinematographen sehen!)

Die zahlreichen bemalten Fassaden

Und jetzt kommt der letzte Favorit meiner Woche: die Fresken. Ich habe den Eindruck, dass es besonders in Lyon viel Stadt-projekte dieser Art gibt. Die meisten bemalten Fassaden Werke der Stadt wurden vom CitéCréation-Kollektiv (https://citecreation.fr) produziert. Die Fresk “ Le Mur des Canuts“ im Viertel Croix Rousse ist atemberaubend realistisch. In der Nähe der Saône findet man das Fresko des Lyonnais und im 8. Arrondissement das Fresko des Turms von Babel, das Fresko von Shanghai, die vielen Fresken des Tony Garnier Urban Museum und viele andere, die durch die Stadt verteilt sind. Ich habe sie nicht alle gesehen und auch nicht alle gemocht, aber ich bin froh, dass sie da sind.(hier unten meine Bilder, von derjenigen, die ich besonders gemocht habe).


Voilà! Das ist Alles für meine Lyoner Favoriten. Wer weiß, ob ich beim nächsten Besuch neuere habe. Diese Woche war auf jeden Fall eine sehr gute Woche mit Sonne und blauem Himmel fast jeden Tag. Ich hoffe, dass ich in Italien genauso viel Glück haben werde. Ich fahre schon heute Vormittag mit dem Bus nach Turin, also drücke ich die Daumen.

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