Tag 191: nach 6 Monaten : „mein Blog, mein Leben, meine Entdeckungen“

Paris,

Adventszeit. Plätzchenzeit. Bei uns in Frankreich hat die Saison der sehr unbeliebten Reformen angefangen und damit auch die Streiks im ganzen Land. Aus meiner Seite beobachte ich nur. Ich gehe weiter mit meinem „Jahr, wo Alles möglich ist“ fort, und hoffe, dass ich danach mich besser auf die Welt richten kann. Viel hat geschehen seit dem Tag 1 Artikel. Dieses besondere Jahr hat gestartet, nachdem ich meinen Job gekündigt hatte. Ich wollte ein neues Leben und wollte mir Zeit für die Veränderungen lassen. Also habe ich alle meine Sachen eingepäckt und eingelagert. Danach habe ich Deutschland verlassen. Dann habe ich mich noch in Paris bei meiner Familie für einige Wochen erholt und bin Richtung Andalusien geflogen. Und nach 2 Monaten in der Flamenco Region, bin ich durch Kolumbien für ca. 6 Wochen gereist. Als ich hier her in Paris Mitte November zurückgekehrt bin, war ich ein neuer Mensch. Das Jahr, wo Alles möglich ist, hat vor ein bisschen mehr als 6 Monaten angefangen. Also es ist eine gute Zeit, um eine kleine Zussammenfassung zu machen.


Was die letzten 6 Monaten mir gebracht haben

Die letzten Jahre, wenn ich eine Pause gebraucht habe, habe ich Urlaub genommen und bin weggereist. Ich habe mehr Mals für 2-3 Woche Solo-Reise gemacht. Jedes Mal war es toll. Ich entdeckte neue Orte und neue Sachen und danach konnte ich zu meinem Leben zurückkehren. Aber dieses Mal wollte ich es anders haben. Ich wollte eine richtige Auszeit, weil ich ein neues Leben haben wollte. Und ich habe dafür etwas ganz neues gemacht: „Mir Zeit zu lassen“. Zeit für die Erholung, Zeit für die Entspannung, Zeit für die Selbstsfindung. Heute kann ich sagen, dass die Auszeit sich lohnt! Die letzten Monaten haben mir schon viel gebracht und ganz besonders die vier folgenden Sachen:

  1. Abstand von meinem Leben, was mir ermöglich hat, von mir selbst stolz zu sein und meinen ganzen Weg und seine Belehrungen zu akzeptieren.
  2. Die Gelegenheit mich viel besser kennenzulernen, in dem ich täglich auf meine Empfindungen geachtet habe und auf meinem Bauchgefühl zugehört habe.
  3. Das Reisen mit den Entdeckungen und der Freude, dass es mir immer bringt.
  4. Optimismus, weil ich gemerkt habe, dass egal ob Alles geplant ist oder nicht, geht es immer besser irgendwann mit der richtigen Einstellung.

Das Positiv draus möchte ich unbedingt mit in die Zukunft nehmen. Das und die Erinnerungen. Diese letzten Monaten waren voll von schönen Begegnungen. Und neben den Leuten und ihrer Gewogenheit behalte ich im Kopft Orte und Momente, die für mich ganz besonders waren.

Meine Lieblingserlebnisse aus den letzen 6 Monaten

  • die sonnigen Terrassen in Sevilla, wo man Tapas isst, und die andalusisches Gitaren so schön zuhören kann
  • die „Tambour“ (Trommel) Kurse am Strand direkt vor dem Sonnenuntergang in Rincon del Mar (Kolumbien)
  • der sehr farbig und multi-etnische StreetArt in den kolumbianischen Städten
  • die Musik Impro, die wir mal in Cali mit anderen Reisenden so spontan in unserem Hostel gestartet haben. Wir waren zu 4. und 2 waren Gitaristen. An diesem Tag habe ich so sehr gesungen. Unsere Gruppe und der Moment waren einfach toll.
  • dieser Blog. Mein Blog. Mein Begleiter. Es tut mir so gut hier zu schreiben eigentlich. Ich mag meine Freiheit hier und kann mir sehr gut vorstellen, diesen Blog weiterzuentwickeln.

Worauf habe ich für die kommenden Monaten Lust?

Ich habe Alle Erlebnisse aus den letzten 6 Monaten gemocht und meinem Thema gefolgt. Ich wäre gerne einige Woche länger in Kolumbien geblieben. Nach einem kleinen Problem musste ich aber früher als geplant nach Paris zurückfliegen. Das Leben ist so. Aber wenn ich ehrlich mit mir bin, finde ich, dass wieder hier zu sein, eher eine gute Sache ist. Jetzt auch wenn ich weiß, daß ich in Kurzem weiterreisen könnte, merke ich, dass ich gerade keine Lust drauf habe. Letzt endlich war es vielleicht der richtige Moment, um diese Fernreise zu beenden. Sie war echt toll aber wenn man auf dauer Unterwegs ist, hat man keine Zeit richtige Beziehungen zu knüfen. Jeder, den man trifft, folgt seine eigene Route. Das ist der Nachteil. Und gerade merke ich, dass ich eher ein Zuhause Gefühl brauche. Also ich freue mich schon auf das Weihnachstsfeiern hier mit meiner Familie. Und bis Weihnachten kann ich die Kultur in Paris geniessen, sofern der offentliche Verkehr mich damit unterstützt….*Streikzeit*

Danach im neuen Jahr würde ich gerne weiter neue Sachen entdecken. Ich denke, dass ich dafür nicht brauche, weit weg zu reisen. Letzt endlich sind oft meine Lieblingserlebnisse kulturelle und künstliche Erlebnisse. Also ich denke, dass ich im zweiten Teil des Jahres immer mehr Platz für Kunst und Kultur in meinem Leben schaffen möchte. Ich werde weiter gehen, wo mein Bauchgefühl mich treibt. Hier in Paris oder wo anders 🙂 Und ich würde gerne ein bisschen mehr über meinen Entdeckungen, über was mir gefällt und mich inspiriert hier auf diesem Blog schreiben. Ja das wäre eine schöne Entwicklung für mich und diesen Blog. Immer weiter ohne Druck, weil ich noch in meiner Auszeit bin und immer weiter auf Deutsch und Französisch 🙂


Teil 2: losgeht’s!

Also losgeht’s für den zweiten Teil des Jahres. Und da ich möchte, die Themen hier auf dem Blog weiterentwickeln, habe ich entschieden den Slogan des Blogs zu verändern. Es wird nicht mehr „Carnet de Route vers une nouvelle vie“ (Handbuch zu einem neuen Leben) heißen sondern „Mon Blog, Ma vie, Mes découvertes“ (Mein Blog , Mein, Leben, Meine Entdeckungen). Ich glaube, ich habe hier einen neuen Raum gefunden, um mich ganz frei auszudrücken. Also ich will es auf jeden Fall geniessen!

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