Mi vida Sevillana

Sevilla,

Zwei Wochen, dass ich hier bin und ich genieße total das Flamenco Erlebnis. Es ist warm in Sevilla, wie oft in September aber seit gestern passiert es etwas Außergewöhnliches: es regnet! Das ist das erste Mal, dass ich Regen sehe, seitdem ich in Andalusien vor 6 Wochen angekommen bin. Also ich denke, es ist ein guter Moment zum Bloggen 🙂 !

In Sevilla, wie davor in Malaga, mache ich schöne Begegnungen. In der Flamenco Schule, wo ich gehe, gibt es viele tollen Menschen. Viele Künstler in der Seele. Bei der anderen Flamenco Studentinnen habe ich eine Gospel Sängerin, eine Orientale-Tanzlehrerin, eine Illustratorin, eine Cellistin, eine Pilotin, die auch ein absoluter Tanz-Fan ist, und viel mehr Anderen kennengelernt. Alle haben einen richtigen Platz für Kunst in ihrem Leben gemacht. Es sei in der Haupt oder Nebenberuf oder als Hobby. Für mich, die auch sehr von Bühnenkunst begeistert bin, ist es ein Vergnügen, mich drüber mit Allen unterhalten zu können. Jede von denen finde ich inspirierend. Alles inspiriert mich hier eigentlich. Und ich genieße jeden Moment meines sevillanischen Lebens.


Mein Viertel, meine Terrasse

In Sevilla habe ich Tanzkurse in einer Schule Namens “ Taller Flamenco“ gebucht. Und dank der Schule habe ich eine Unterkunft ganz einfach mitbuchen können. Die Schule befindet sich in der Calle Peral zwischen dem Viertel „Macarena“ und der Alameda de Hercules. Und ich, ich wohne gleich über der Schule im gleichen Gebäude. Das Viertel ist ein bisschen alternativ und ich mag es sehr. Es ist kein Ort zum Besichtigen sondern zum Erleben. Dort findet man viele Kneipen zum Essen und Trinken und viele Sevillaner kommen hier für ein paar Drinks oder Tapas. Fünf Minuten von mir entfernt gibt es auch den Frische-Markt der Calle Feria, Bio-Lebensmittel und sogar auch Laden ohne Verpackungen. Also ein Viertel für mich!

Neben dem Viertel gibt es etwas, dass ich ganz besonders mag, wo ich lebe: das ist die Terrasse! Ja, die Terrasse! Ich wohne in einer WG direkt über meiner Schule und über uns gibt es eine große Terrasse, die wir einfach benutzen können, wenn wir wollen. Das ist mein Ort. Da habe ich sogar das Illustrationsbild des vorherigen Artikels gemacht. Auf der Terrasse ist es immer schön. Es gibt viele Kaktusse und Stühle und Tische sind farblich. Nichts aussergewöhnliches in der Terrasse Ausrüstung. Trotzdem fühle ich mich da besonders wohl. Ich kann da lesen, essen und jetzt mag ich mich sogar da fotografieren. Werde ich langsam selfie-krank? Weiß ich nicht. Aber mein Lebensumfeld finde ich einfach toll!


Mein Flamenco Erlebnis

Nun kommen wir Mal zum Punkt! Der Grund, warum ich wieder nach Sevilla gekommen bin: der Flamenco. Diese Kunst hat mich einfach bewundert, das erste Mal, wo ich hier gekommen bin. Ich habe die Region und die andalusische Kultur entdeckt, als ich zur Hochzeit meiner Freundin Nieves gekommen bin. Und ich habe Alles einfach Mega gefunden! In der andalusischen Kultur gibt es viele Einflüsse, viele Mischungen, viele Farben in der Architektur sowie im Essen und in der Kunst. Flamenco ist ein der größten Symbolen der Region. Er kommt aus kulturellen Mischungen und verbindet Farben, Musik (Gitarre und Perkussion), Gesang und Tanz. Ich habe meine ersten Flamenco Shows vor 2 Jahren hier in Sevilla gesehen und heute bin ich da, um die Grundkenntnisse des Tanzens zu lernen.

Vier Wochen lang nehme ich „Baile Flamenco“ Kurse für Anfänger: zwei Stunden jeden Vormittag. Die erste Woche habe ich dazu “ Compas y Palma“ Kurse gebucht, um die verschiedenen Rhythmen zu arbeiten. Das hilft, weil der Baile Flamenco eine schwierige Kunst ist. Man muss den Boden mit seinen Füssen mit verschiedenen Techniken schlagen. Man muss auch sein Gleichgewicht mit seinen Hüften kontrollieren und natürlich muss man auch seine Arme und Hände weich und schön bewegen. Das Ganze in verschiedenen Stylen , Rhythmen und Tempo. Es ist schwer und um ehrlich zu sein, in meinem Jahr zum „Entschleunigen“ arbeite ich nicht genug dran aber ich genieße jeden Schritt des Lernprozess und des Eintauchens in die Flamenco Welt. Wer weiß? Vielleicht am Ende des Monats schaffe ich doch ein gutes Anfänger Niveau zu erreichen…das kann doch noch passieren 😉

Letzte Woche widmeten sich die Kurse dem Flamenco Alegria und diese Woche dem Flamenco Tango. Während einer Pause mit der Freundinnen (Jackie aus Hong Kong und Elsa aus Mont-de-Marsan) wurden wir während einer Übung gefilmt. Diese Übung war weder das Schwierigste, noch das Beste, was wir gemacht haben. Trotzdem bin ich da zu spät, ich stehe nicht gerade, und meine Hände sind zu…Am Ende finde ich aber doch den Video toll, weil wir da wie ein Girls Band aussehen 🙂

Flamenco Girls Band

Und letzt endlich wäre das Eintauchen in die Flamenco Welt nicht voll ohne die Shows. In Sevilla gehe ich auch zu professionellen Flamenco Shows und halte in der Straße, wenn Gitarre gespielt und Flamenco getanzt werden. Alles gut!


Sevilla immer wieder entdecken

Neben dem Flamenco genieße ich Sevilla in „Relax“ Modus. Ich kann neue Orte besichtigen, oder nicht. Ich kann bekannte Orte besichtigen, oder auch nicht. Nach dem Siesta manchmal lese ich auf der Terrasse, manchmal koche ich, manchmal treffe ich Leute, manchmal besichtige ich aktiv, manchmal gehe ich einfach nur spazieren…also in September lebe ich einfach in Sevilla. Jedoch wenn ich ehrlich mit mir bin, weiß ich doch, dass ich hier nicht so lang bleibe, und dass ich eigentlich doch eine Touristin bin, also mache ich viele Fotos.

  • Der Zentrum (mit der Dom, dem Alcazar und den Setas)
  • La plaza de España (diesen Platz könnte ich Tausend Mals fotografieren)
  • Am Fluß Guadalquivir
  • Food

Also

Mag ich sehr mi vida Sevillana. Und ich bleibe noch 2 Wochen!

6 comments

  1. Hallo Myléne, endlich komme ich dazu, Deinen Blog zu lesen und Dir zu schreiben. Ich bin krank, erkältet.
    Das klingt phantastisch, was Du berichtest. Ich wollte auch immer schon nach Spanien und dort einen Flamenco Kurs machen. Ich hab hier in Deutschland vor vielen Jahren einen gemacht und es geliebt. Sevilla finde ich auch toll, überhaupt Andalusien. Das war ja arabisch bis zum 12. Jahrhundert und auch viele Juden haben dort gelebt.
    Wie lange bleibst Du noch dort und was kommt als nächstes?
    Ich war im Sommer 2 Wochen auf Korfu auf einer Frauenreise mit Yoga Meditation und vielen anderen spannenden Angeboten. Es war toll. Ich vermisse Dich. Ach ja und falls Du nicht weißt, wo Du als nächstes hinsollst. Ein Trip nach TEL AVIV würde Dir definitiv gefallen.
    Kuss, Kuss und Kuss
    Heike

    1. Hey Heike!Nicht schön, dass du erkältest bist aber sehr schön, dass ich von dir lesen kann :-). Herbst ist in Deutschland und Frankreich angekommen und leider hat die Erkältungsaisonangefangen. Ich hoffe, es geht dir aber bald besser.
      Bzgl. Andalusien, ja sie war eine Zeit lang arabisch und man sieht es heute noch in der Kultur und der Architektur. Mit der Zeit wurden sogar alten Moschee zur Dom… und bei einige großen Städten der Region kann man auch die alten judischen Viertel besichtigen. Ich bin jetzt aber weg und für ein paar Tage in Frankreich, bevor weiter zu fliegen. Wohin wirst du bald hier erfahren 😉 das Ziel ist aber nicht Tel Aviv.
      Ich vermisse dich auch sowie die ganze Theater Truppe.
      Ganze viele liebe Grüße und Küsse.
      Mylène

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