Ich habe mein Auto verkauft

Bodensee,

In Friedrichshafen habe ich heute mein Auto verkauft. Es ist unglaublich, wie man sich manchmal nah an materielles Zeug fühlt. In weniger als 2 Wochen habe ich keine Wohnung mehr und ich merke wie langsam meine Umzugskartons fertig werden. Trotzdem kann ich sagen, dass ich jeden Tag eine Linie aus meiner Check-List durchstreichen kann. Also für mich ist noch nicht Alles verloren. Das Schwierigste ist der erste Schritt zu machen. Und da ich schon keinen Job und bald keine Wohnung mehr habe, habe ich jetzt keine Wahl. Ich muss mich bewegen…

Der Verkauf meines Clios , ein Symbol

Auch als Ingenieurin in Süddeutschland könnte ich mich nicht entschließen, eine fette teure deutsche Limousine zu kaufen. Ich habe mich nie dafür interessiert. Ein Jahr nachdem ich meinem Job am Bodensee angefangen habe, habe ich mein erstes Auto finanziert. Ich wollte ein kleines sicheres und billiges Auto und so habe ich mein kleines Clio hier in Deutschland gefunden. Ich war total stolz drauf! 🙂

7 Jahre lang war es mein treuer Begleiter auf der deutschen Straßen (auch wenn nicht ideal auf der Autobahn…). Deswegen war es heute ein komisches Gefühl, mich von meinem Auto zu trennen. Mit diesem Verkauf stelle ich fest, dass ich während einem Jahr oder mehr weit von meinen täglichen Gegenstanden sein werde. Die Bindung zu materiellen Zeug ist dann weg. Ist es denn am Ende, was man die richtige Freiheit nennt oder eher nur der Anfang für den einfachen Verlust meiner Anhaltspunkten? Lieber „Journal“, ich gebe dir die Antwort in ein paar Monaten.

Das Wesentliche identifizieren

Ob Verlust der Anhaltspunkte oder nicht, sich vom materiellen Zeug zu trennen, wirkt wie eine Therapie. Eine Wohnung zu entlasten um drin zu bleiben, ist nicht gleich wie sein Lebensumfeld zu verlassen. Trotzdem denke ich, dass das Aussortieren für die beiden Fälle einer ähnlichen Methode folgen kann.

Ich bin seit über einem Jahr Fan der KonMari Methode und ich denke diese kann für mich jetzt besser als jemals zuvor angewendet werden.

Ich verlasse Alles für ein Jahr oder mehr. Das zwingt mich, das wesentliche fürs Mitnehmen zu identifizieren. Auch für nachher muss ich überlegen, was gut zu behalten ist und was loswerden soll. Sicher ist, dass ich für ein Jahr in der Sonne keine Möbel, kein Auto, und kein Winter Zeug mitnehmen werde. Was ich neben Bekleidung mitnehmen möchte ist: mein Ukulele, Zeichen Material, Handbücher und meinen Computer zum Bloggen.

Die anderen Dinge, die ich mag, werde ich für später einlagern.

Also am Ende, auch wenn Sachen loszuwerden immer eine schwere Aktion für mich ist, ist  das Aussortieren auch die Gelegenheit zu identifizieren, was man behalten möchte. Und das ist etwas Gutes!

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