Eine Pause in Rincon del Mar

Cali,

Heute bin ich in „La valle de Cauca“ angekommen, nachdem ich so schön die Zeit auf der karibischen Küste und in einem ganz besonderen Ort genossen habe. Nach Cartagena hatte ich mal wieder Bock auf Ruhe und wollte noch am Meer bleiben. So bin ich nach Rincon del Mar gefahren. Es ist ein kleines Dorf ca. 2,5Std entfernt von Cartagena. Der Ort wurde mir empfohlen, bevor nach Kolumbien zu reisen. Da ich keinen Plan hatte, als ich auf die karibische Küste angekommen bin, habe ich gedacht, es wäre schön spontan dorthin zu fahren. Und den Ort habe ich geliebt! Ich hatte am Anfang für 5 Nächte gebucht und letzt endlich habe ich 10 Nächte dort verbracht. Sowas zeigt so schön die Vorteile, nicht Alles im Voraus zu planen. Es macht flexibler und öffener. Ich fange langsam an, zu denken, diese Lebensweise zu übernehmen.


Ein ruhiges Dorf

Ich bin in Rincon nach 4 Stunden mit dem Mini-Bus angekommen (Baustellen und schlechtes Wetter haben die Fahrt ein bisschen verlängert). Im Bus, 5 Mitfahrerinen: 2 Kolumbianerinen, 3 Uruguayanerinen (eine Mutter und ihre 2 Töchter). Wir haben uns ab sofort verstanden und es ist zusammen, dass wir Rincon, die Strände und unseren Ecolodge entdeckt haben. Die Bus Mädels waren toll, müssten aber leider nach 5 Tagen zurück zu ihrem Leben kehren. Und ich habe mich fürs „Längerbleiben“ entschieden.

In Rincon ist Alles entspannt. Der Strand, die Leute, Alles. Es ist klein. Die Bewohner kennen sich. Die Kinder spielen auf dem Strand und überall im Dorf. Sie kommen oft beim Lodge vorbei. Alles ist entspannt und safe. Der Ort ist noch nicht so sehr von den Touristen bekannt (außer von den Franzosen ^^). Es gibt mehrere Hostels auf dem Strand aber sie sind klein. Die Leute hier sind freundlich und reden gerne auch mit den Touristen.

In Rincon ist das Wetter schön und die Zeit geht langsam. Ich habe viele Zeit am Strand und im Dorf verbracht. Ich habe mich entspannt, habe das Geräusch der Wellen genossen, habe geschlafen, habe Tambour Kurse genommen. Und ich habe auch gelesen: ein Buch über Jimi Hendrix und auch Blog Artikeln, wo es um das Loslassen, das Glücklich sein oder die Vergangenheitbewältigung geht. Ich denke, dass es in Rincon ist, in der Ruhe, dass Alles was ich seit Monaten lese, seinen Weg in mein Gehirn gemacht hat. Das ist da, wo ich die so entspannten Touristen beobachten habe, dass ich selber gelernt habe, wie einfach sich zu entspannen sein kann. Ein Schritt weiter auf meinem Weg zum Loslassen.


Was ich in Rincon am Meistens gemocht habe

Ich denke, dass Alles in Rincon mir gefallen hat aber, wenn ich Sachen besonders highlighten sollte, dann wäre es, was folgt:

  • Der Ecolodge Dos Aguas

Das ist, wo ich übernachtet habe. Ich habe viele Zeit dort verbracht. Es ist der einzige Eco-Lodge des Dorfs. Die Zimmer und Dormitories sind toll und blicken auf einen Innenhof voll mit Bäumen. Vor dem Lodge gibt es das Meer und hinten dran die Mangrove. Allein für die Umweltfreundliche Initiative (im Bau sowie im Alltag auf dem Lodge), die Schönheit des Orts und die gute Integration im Dorf (die Kinder kommen oft vorbei), würde ich diesen Ort wieder auswählen.

  • Der Strand

Der Strandstück vor dem Dos Aguas ist besonders toll. Die Bewohner läufen ab und zu vorbei. Der Sand ist fein. Das Wasser ist warm. Ich muss zugeben, dass ich da Mal an Guadeloupe gedacht habe 🙂

  • Die Musik im ganze Dorf und das Tambourspielen

Und jetzt kommen wir zu meinem lieblingsthema: die Musik! Ob beim Lodge, im Dorf oder in den kleinen Restauranten, ist die Musik in Rincon überall. Da habe ich Musik aus Kolumbien aber auch aus Kuba, Mexiko, Haiti und sogar Jamaika gehört. Das war ein Traum!

Aber der Highlight für mich waren die Tambourkurse. Ich dachte, dass ich dieses Jahr, wenn ich nach Guadeloupe reise, Ka (der Tambour aus Guadeloupe) Kurse, nehmen würde. Aber als ich im Lodge dieses kleine Stückpapier, wo Tambourkurse angeboten wurden, gesehen habe, habe ich ab sofort meine erste Stunde gebucht. Ingesamt habe ich 5 Kurse mit Manuela genommen. Wenn sie selber spielt, ist sie schon ungläublig aber sie ist auch eine tolle Lehrerin. Mit ihr habe ich Grundkenntnisse von Bullerengue Sentao, Chalupa, Cumbia und Seresese mit tollen „Repiké“ gelernt. Das war hamma! Und ich denke, das ich wieder Tambourkurse nehmen werde, sobald es wieder bei mir möglich ist.

  • Die Leute im Dorf

Und letzt endlich gibt es die Leute. Die Leute vom Lodge, die Leute im Dorf. Einige sind da aufgewachsen, Andere von anderen Orten in der Nähe (San Onofre, Islote) oder aus weiter weg auf der karibischen Küste zugezogen. Egal, wo sie herkommen, ist es einfach sich mit den Bewohnern zu unterhalten. Sie lieben nicht mit Stress und haben eine positive Energie. Wenn sie ihre Ansicht über dem Leben teilen, denke ich mich oft, dass sie Recht haben.


Voilà …

Rincon war toll. Was für einen Unterschied mit Cartagena, die auch wenn interessant ist, manchmal so anstrengend sein kann! In Rincon habe ich eine Pause „außer Zeit“ genoßen. Ich denke, wenn ich wieder Mal nach Kolumbien kommen sollte, würde es mir gefallen, wieder dorthin zu fahren. Diese letzten 10 Tage haben mir viel gebracht. Und am Ende war die Reise so wie der Aufenthalt: toll! Alexia, Nicolas und ihren 2 Kinder ( eine sehr sympathische französiche Familie) haben netterweise akzeptiert, mich auf dem Weg zurück nach Cartagena mitzunehmen (viel praktiker als der Bus). Sie sind angenehme und großzügigen Leute. Die Reise mit den war so angenehm. Mit den habe ich die Rincon Pause geschlossen. Nach einem letzten Raggaeton Abend in Cartagena mit meinen Hostels Mitbewohnerin, habe ich heute die karibische Küste für Cali verlassen. Hier erwartet mich ein ganz andere Abenteuer: ein Abenteuer mit Salsa Geschmack!

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