Cali: eine Stimmung, Salsa, und…ein Rückkehr früher als gedacht

Paris,

Ich bin vor 15 Tagen nach ca. 5 Wochen in Kolumbien zu meinen Eltern zurückgekommen. Am Anfang dachte ich, ich würde einige Woche länger in Kolumbien bleiben und würde weiter in die Sonne reisen aber manchmal im Leben läuft Alles nicht nach Plan…Ich habe Salento und das schöne Cocora Tal nicht besichtigt, auch wenn ich so nah dran war. Ich habe auch nicht den Künstler Lager besucht, der sich in einem Wald einige Stunden entfernt von Bogotá befindet und mich so sehr empfohlen wurde. Schade! Vielleicht bei einer anderen Reise. Jedoch bin ich nicht traurig. Trotz meines vorgezogenen Rückkehrs, habe ich noch die Chance gehabt, 12 Tage in der Hauptstadt des „Valle del Cauca“ zu verbringen. Ja, ich war noch in Cali, die Stadt, die auch als die Welthaupstadt der Salsa bekannt ist.


Cali: eine Stadt, eine Stimmung

Ich bin in Cali nach meiner Pause in Rincon del Mar angekommen. Außer der Zuneigung der Bewohner haben die beiden Orten nichts gemeinsam. Erstmal ist Cali kein Dorf sondern die dritte Stadt des Landes. Dazu gibt es in Cali kein Meer und keinen Strand. Cali ist eine Stadt, die sich in einem Tal befindet. Dort habe ich das Klima sowie die Stimmung gemocht. Wie in der anderen Städten Kolumbiens merkt man ein Flair für Kunst sowie Strassenkunst im Ort. Die Stadt liegt perfekt, um den Süd-West des Landes, das grüne Tal in der Umgebung, archeologische Orte, und Kaffeeplantagen zu entdecken. Sie ist auch nah an der pazifischen Küste. Viele Reisende, die von Ecuador anreisen, fangen ihre Route durch Kolumbien mit einem Halt in Cali. Aber ich, wenn ich mich für Cali entschieden habe, das war vor Allem fürs Tanzen!

Die Stadt wird auch „die Welthauptsatdt der Salsa“ benannt. Also mit so einem Spitznamen musste ich sie unbedingt erleben und ich wurde nicht enttäuscht. Cali lebt im Salsa Rythmus. Die Hostels im Zentrum bieten meistens kostenlose Salsakurse jeden Tag oder fast an. In der Stadt gibt es oft auch „Open-Air“ Kurse. Es gibt viele Laden, wo man Musikinstrumente kaufen kann. Als die Sonne runtergeht, überlegt man schon, wo man später tanzen wird und die Gelegenheiten fehlen nie. Aber man muss es wissen: die Salsa in Cali ist nicht so wirklich wie die Salsa Cubana. Die ist eine Mischung aus verschiedenen Stylen wie die Salsa Linie, den „Cali- Style“ und viele Straßen Salsa. Es ist manchmal ein bisschen irreführend aber ich war auch fürs Weiterlernen da also toll. In Cali konnte ich billige privaten Stunden nehmen, um weitere Technike zu lernen, und um meine Haltung beim Tanzen zu korrigieren. Cali war für mich eine tolle Stadt zu erleben. Für mich (von was ich gesehen habe) die kolumbianische Stadt mit der besten Stimmung. Diese Stimmung hat die meisten Reisender begeistert, die ich getroffen habe, egal ob sie Tanzer sind oder nicht.


Tschüss Kolumbien …

Aber leider hat Alles ein Ende. Für mich waren die letzten Tage in Cali schwer und das hatte ja nichts mit der Stadt zu tun. Da meine Gesundheit mir übel mitgespielt hat, habe ich entschieden, zurück nach Frankreich zu fliegen. Ich war ein bisschen traurig aber weiter zu bleiben und nicht richtig geniessen zu können, wäre auch schade gewesen. Also ich bin weg und auf dem Weg habe ich an Alle die tolle Erlebnissen in den 5 Wochen Kolumbien gedacht und mich glücklich dafür gefühlt. Ich habe meine Reise geliebt. Eigentlich denke ich, dass ich drei Viertel der „Must-See“ aller Führer und Blogs verpasst habe ABER ich habe Alle meine „Must-Live“ erlebt und das ist toll ! 🙂

In meiner Reise gab es Sonne, Farbe überall, Musik, Tanz, Entdeckungen, die spanische Sprache und tolle Austäusche mit den Leuten. Und wenn ich nochmal denke, dass Kolumbien am Anfang nicht Mal auf meiner Liste stand! Letzt endlich habe ich dieses Land mit vielen schönen Errinnerungen verlassen. Es ist wirklich ein Land, das ich an jeden, der die Möglichkeit hat, hinzufliegen, weiterempehlen würde.

Meinen Rückflug habe ich in zwei Teile gemacht. So habe ich wieder ein paar Stunden in Bogotá verbringen können. Und dieses Mal war ich auf den Bolivar Platz sowie in das Botero Museum, das ich das erste Mal verpasst hatte (ein sehr schönes Museum übrigens und umsonst!).

Und es ist nach einer letzten limonada de coco und einem Stück Maracuja-Kuchen, dass ich zum Flughafen gefahren bin: Richtung Europa und Herbst. Die Schleife ist zu: „Tschüss Kolumbien!“


Das Ende einer Phase?

Voilà! Mein Abflug aus Kolumbien ist nach ca. der Hälfte des „Jahres, wo Alles möglich ist“, geschehen. Ich dachte ich würde ein Jahr ohne Winter verbringen aber tja der Plan hat sich jetzt geändert. Jedoch fühlt sich Alles richtig. Letzt endlich war ich glücklich nach der Ländung in Paris meine Familie wieder zu sehen. Wenn man lang unterwegs ist, trifft man Leute, die kommen und gehen und folgen ihre eigene Route. Kaum hat man ein paar Leuten kennengelernt, müssen die Wege sich schon trennen. Das ist eigentlich schade. Ich weiss jetzt (aber vielleicht ahnte ich es schon davor), dass Reisen auf Dauer kein Lifestyle für mich ist. Und das, auch wenn ich so gerne reise und Neues entdecke.

Lieber etwas festes für den Alltag und ab und zu richtig weg. In Andalusien fand ich schön ein Monat im jeden Ort zu verbringen. In Kolumbien habe ich versucht immer mindestens eine Woche in jedem Ort zu bleiben, um richtig zu geniessen. Nun denke ich, es wäre schön, wenn ich für den zweiten Teil des Jahres einen festen Ort finden würde, wo ich die Sachen, die ich mag, geniessen kann. Ein Ort, von wo ich ganz einfach, die Leute die ich mag besuchen kann und wo ich wieder ein Zuhause Gefühl mit meinem Zeug (das gerade auf Lager ist) haben konnte. Ich brauche wieder Bindung und ein Zuhause. Trotzdem würde ich gerne weiter neue Sachen entdecken, wo ich noch frei habe. Das Ganze macht schon wieder viele Wünsche. Also ich muss denken und nicht vergessen, dass ich dieses Jahr langsam machen soll. Jetzt sind die ersten 6 Monate gleich rum. Sie waren echt super. Ich freue mich schon auf die 6 Nächste.

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